Japanische Encephalitis ist eine durch Viren ausgelöste Tropenerkrankung, die vor allem in Ost- und Südostasien vorkommt.

Die Japanische Encephalitis ist eine durch Viren ausgelöste Tropenerkrankung, die vor allem in Ost- und Südostasien vorkommt.

Verbreitung der Japanischen Enzephalitis in Asien basierend auf Daten von 1970 bis 1998 In Südostasien gibt es regelmäßig zur Monsunzeit Epidemien, die in den Ländern, die noch kein effektives Impfprogramm implementiert haben, Hunderte bis Tausende von Opfern fordern.

ERREGER

Die Japanische Encephalitis wird durch das Japan B-Encephalitis-Virus ausgelöst, ein Arbovirus, das wie der Erreger des Gelbfiebers zu den Flaviviridae gehört. Es existieren mehrere Subtypen des Virus.
Die Japanische Encephalitis ist eine Zoonose - das Erregerreservoir (Hauptwirte, Reservoirwirte) bilden vor allem wildlebende Vögel (unter anderem Reiher), aber auch Reptilien und Fledermäuse. Zwischenwirte für die Infektion des Menschen sind häufig Haustiere (Schweine, Pferde). Als Vektoren dienen Mücken der Gattungen Culex und Aedes, die die Erreger über Stiche weitergeben.

INFEKTIONSRISIKO

Das Infektionsrisiko für Touristen ist vergleichsweise gering. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht in den Endemiegebieten vor allem auf dem Land, vorzugsweise am Ende der Regenzeit. Nur ein Teil der Mücken sind Virusträger. Die Durchseuchungsrate ist regional unterschiedlich und wird bei den übertragungsfähigen Gattungen mit 1:100 bis 1:300 angeben. Das Risiko steigt damit proportional zur Zahl der Stiche.

SYMPTOMATIK UND IMPFUNG

Symptomatik

In den meisten Fällen verläuft die Infektion mild oder sogar asymptomatisch. Bei schwererem Verlauf stellt sich nach einer Inkubationszeit von 5-15 Tagen ein Grippe-ähnliches Krankheitsbild mit Fieber, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen ein.

Befällt das Virus das Zentralnervensystem (ZNS), entwickelt sich eine Encephalitis mit Bewusstseinstrübung, Krampfanfällen, Reflexstörungen, Paresen und Meningitiszeichen, die in ca. 30% der Fälle tödlich enden kann. Bei einem weiteren Drittel blieben dauerhafte neurologische Ausfälle zurück.

Impfung

Für eine vollständige Grundimmunisierung werden zwei Injektionen jeweils an den Tagen 0 und 28 verabreicht.

Wer soll geimpft werden?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Impfung nur Asienreisenden, die sich einen Monat oder länger während mückenreichen Jahreszeiten in Gebieten aufhalten, wo die Japanische Enzephalitis gehäuft auftritt. Diese sind China, Indien, Japan, Kambodscha, Korea, Laos, Myanmar, Nepal, Teile Ozeaniens, auf den Philippinen, Sri Lanka, Thailand und Vietnam.

Vorbeugung:

Basismaßnahme ist die Vermeidung von Stichen. Touristen sollten sich mit Repellents, z.B:Autan,Nobite etc., Insektennetzen und langärmeliger Kleidung schützen. Bei längerem Aufenthalt in Endemiegebieten empfiehlt sich eine Schutzimpfung gegen JE. Bei einem längeren Aufenthalt im Endemiegebiet sollte die Impfung alle 2 Jahre aufgefrischt werden.

Quelle: Wikipedia

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